Ursula Maier

Mama von zwei wunderbaren Mädchen und einem Bonusbuben.
Seit etwa zehn Jahren lebe und arbeite ich in der Goldbergquelle. Dort, wo Wasser fließt und Fische wachsen.

Am Anfang habe ich selbst erst lernen müssen, wie viel hinter einem einzigen Lebensmittel steckt. Fische reagieren auf jede Veränderung im Wasser. Temperatur, Sauerstoff und Strömung – alles spielt eine Rolle.

Man merkt schnell:
Der Fisch lebt nicht einfach im Wasser.
Er ist komplett davon abhängig.

Und genau dort beginnt für mich auch das Thema Bewusstsein.

Viele Menschen kennen den Fisch nur noch vom Teller.
Wie er aufwächst, wie sensibel dieser Lebensraum ist und wie viel Arbeit dahintersteckt, bleibt meist unsichtbar.

Deshalb öffnen wir gerne die Türen unseres Betriebes.
Ich möchte Einblick geben, was alles hinter den Kulissen stattfindet und was es bedeutet, mit Lebewesen und Lebensmitteln zu arbeiten.

Auch darüber spreche ich:

  • Welche Herausforderungen wir täglich meistern
  • Wie der weltweite Fischmarkt unseren Alltag beeinflusst
  • Warum es trotz allem ein Privileg ist, so arbeiten zu dürfen

Wenn Menschen an den Becken stehen, die Fische sehen, das Wasser hören und merken, wie lebendig dieser Ort ist, verändert sich oft etwas.

Es wird klar:
Der Supermarkt ist erst das Ende der Reise.

mich

Besonders berühren mich die Momente mit Kindern

Kinder bleiben stehen.
Sie schauen ins Wasser.
Und sie stellen Fragen, auf die Erwachsene oft gar nicht kommen.

Wenn Kinder erleben dürfen, wo Lebensmittel herkommen, verstehen sie Zusammenhänge viel schneller.

Darum ist es mir wichtig, diesen Raum zu schaffen: Damit man sehen, fühlen und begreifen kann, wo unser Essen seinen Ursprung hat.

Mir ist wichtig zu zeigen, dass alles zusammenhängt.

Wasser ist Lebensraum.
Fische sind Teil dieses Systems.
Landwirtschaft bedeutet Verantwortung für genau diese Kreisläufe.

Als Ernährungspädagogin versuche ich deshalb nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern Erfahrungen zu ermöglichen.

Menschen sollen sehen, riechen, hören und verstehen können, was hier passiert.

Warum ich das mache

Weil ich glaube, dass wir wieder mehr Bezug zu unseren Lebensräumen, Lebewesen und Lebensmitteln brauchen.

Wenn jemand nach einer Führung sagt:

„So habe ich Fisch noch nie gesehen.“

Dann weiß ich, dass sich der Blick ein kleines Stück verändert hat.

Genau darum geht es mir:
Einblick geben. Verständnis schaffen. Wertschätzung wecken.